{"id":1204,"date":"2018-08-18T19:03:06","date_gmt":"2018-08-18T17:03:06","guid":{"rendered":"http:\/\/gpflug.de\/website\/?p=1204"},"modified":"2018-08-18T23:22:14","modified_gmt":"2018-08-18T21:22:14","slug":"denn-das-denken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gpflug.de\/website\/2018\/08\/18\/denn-das-denken\/","title":{"rendered":"Denn das Denken&#8230;."},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_1205\" aria-describedby=\"caption-attachment-1205\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1205\" src=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/IMG_20180816_101853-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/IMG_20180816_101853-300x225.jpg 300w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/IMG_20180816_101853-768x576.jpg 768w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/IMG_20180816_101853-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1205\" class=\"wp-caption-text\">oznor<\/figcaption><\/figure>\n<p>&#8230;der Gedanken ist gedankenloses Denken. So hei\u00dft es in einem altbekannten Wortspiel.<\/p>\n<p>Es gibt im Yoga den Begriff \u201evrtti\u201c. Das bedeutet Gedankenwellen. Es sind die Prozesse, die in unserem Denken in jeder Sekunde ablaufen. Dazu geh\u00f6ren auch die Gef\u00fchle, die mit den Gedanken einher gehen. Je mehr die Denkinhalte mit uns selbst zu tun haben, desto intensiver sind die damit hergehenden Gef\u00fchle.<!--more--><\/p>\n<p>Patanjali unterscheidet in seinem Yogasutra 1.5 in klista und aklista. In schmerzhaft, leidvoll und nicht schmerzhaft. Gedanken, die uns mit unserem inneren Selbst purusha in Kontakt bringen, sind aklista und vice versa. Wenn wir genau hinsehen, dann sehen wir, dass letztlich alle Gedanken und Gef\u00fchle schmerzlich enden.<\/p>\n<p>Selbst wenn wir Freude oder Gl\u00fcck empfinden oder wenn wir positive Eindr\u00fccke empfinden, so enden sie doch unweigerlich und machen vrttis von Verlust, Trauer oder \u00c4rger Platz. Im Buddhismus gibt es daf\u00fcr den Begriff dhuka. Wir kennen das alle. Wir sind in einer sch\u00f6nen Umgebung, laufen zum Beispiel einen Strand entlang. Die Sonne geht unter und die Wellen schlagen in ewigem Gleichma\u00df an den Strand. Wir sind erf\u00fcllt von erhabenen Gedanken. Nach einiger Zeit haben wir uns dann an die Eindr\u00fccke gew\u00f6hnt, sie m\u00f6gen uns sogar langsam langweilen, schlie\u00dflich ist es immer dasselbe und wir fangen an, an anderes zu denken, zum Beispiel in welches Restaurant wir heute Abend gehen sollen. Auf keinen Fall das, wo wir gestern waren, denn da war das Gem\u00fcse zu verkocht und der Kellner usw. usw&#8230;<\/p>\n<p>Dauerhafte Freude ananda kann nur aus uns selbst kommen, denn unser innerstes Selbst ist ananda. Wir kennen alle das ber\u00fchmte Beispiel vom Teich, dessen Oberfl\u00e4che vom Wind gekr\u00e4uselt wird und uns dadurch den Blick auf den Grund verwehrt. Deswegen lautet die Definition von Yoga: \u201e Yoga ist das zur Ruhe Bringen der Fluktuationen des Denkens.\u201c Das hei\u00dft, das Denken ist vollkommen leer. Diesen Zustand bezeichnen wir als nirodha. Wir sind dann das Selbst in uns. Dieses Selbst, purusha, identifiziert sich nicht mehr mit den Gedankeninhalten. Wir sind damit gleichsam auf dem Boden des Teichs angekommen.<\/p>\n<p>Es mag an dieser Stelle die Frage aufkommen, was denn dieses \u201eGedankenleersein\u201c sein mag. K\u00f6nnte es sein, dass man dann in so einer Art Schwachsinn nur noch vor sich hinstarrt? Nat\u00fcrlich lautet die Antwort \u201eNein\u201c.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen uns das an dem Beispiel von einer Filmvorf\u00fchrung klar machen. Die Gedanken sind die Vorg\u00e4nge auf der Kinoleinwand. Da geht die Post ab: Freude, Leid, Gl\u00fcck, Regen und Sonne wechseln sich munter ab. Wir alle fiebern mit den Ereignissen mit. Ohne die Projektionslampe w\u00fcrde sich allerdings gar nichts tun. Sie ist gleichzusetzen mit dem innersten Selbst. Wenn wir dort, auf dem Grund des Teichs angekommen sind, ruhen wir in uns selbst. Es ist eine Schau der absoluten Realit\u00e4t ohne das st\u00f6rende Gewusel der Gedanken und Gef\u00fchle.<\/p>\n<p>Nun ist dieses Nirodhastadium des Denkens das H\u00f6chste, was wir erreichen k\u00f6nnen. Patanjali unterscheidet f\u00fcnf Grundzust\u00e4nde des Geistes:<\/p>\n<p>mudha = deprimiert, unklar<\/p>\n<p>ksipta = zerstreut<\/p>\n<p>viksipta = gesammelt<\/p>\n<p>ekagrata = vollkommen konzentriert<\/p>\n<p>nirodha = ganz ohne Gedanken<\/p>\n<p>Wenn wir im Mudhazustand sind, f\u00fchlen wir uns lustlos, deprimiert, die Welt erscheint uns grau und die Anderen m\u00f6gen wir auch nicht. Wir sollten also zusehen, da schnellstens wieder heraus zu kommen.<\/p>\n<p>Ksipta hei\u00dft, dass wir manchmal in der Lage sind, klar zu denken. Wir sehen, dass wir oft nur vor uns hinleben und nehmen uns immer wieder vor, dass das jetzt unbedingt anders werden muss.<\/p>\n<p>Viksipta ist gesammelt. Wir sind in der Lage, in eine Richtung zu schauen. Unser Denken ist ziemlich stabil, wir haben einen soliden philosophischen Backround, der unser Leben, von den unvermeidlichen Abweichungen abgesehen, in eine positive Richtung lenkt.<\/p>\n<p>Ekagrata k\u00f6nnen wir uns so vorstellen, dass wir in der Lage sind, uns auf ein Objekt zu konzentrieren und dabei auch zu bleiben. Wir kennen diesen Zustand alle: Wenn uns etwas so richtig fasziniert, sodass alles andere verschwindet. Leider k\u00f6nnen wir nicht in diesem Zustand verweilen.<\/p>\n<p>Nirodha haben wir oben schon besprochen.<\/p>\n<p>Was machen wir jetzt mit diesem Wissen? Dar\u00fcber sprechen wir im n\u00e4chsten Artikel.<\/p>\n<p>(wird fortgesetzt)<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230;der Gedanken ist gedankenloses Denken. 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