{"id":1009,"date":"2018-04-12T13:26:59","date_gmt":"2018-04-12T11:26:59","guid":{"rendered":"http:\/\/gpflug.de\/website\/?p=1009"},"modified":"2018-05-25T14:04:41","modified_gmt":"2018-05-25T12:04:41","slug":"glueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gpflug.de\/website\/2018\/04\/12\/glueck\/","title":{"rendered":"Gl\u00fcck"},"content":{"rendered":"<div class=\"mceTemp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1011\" src=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG_20171215_104024-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG_20171215_104024-300x225.jpg 300w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG_20171215_104024-768x576.jpg 768w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG_20171215_104024-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<ol id=\"attachment_1011\" class=\"wp-caption alignleft\" style=\"width: 300px;\">oznor<\/ol>\n<\/div>\n<ol>\n<li style=\"text-align: left;\">WayVor ein Paar Jahren h\u00f6rte man \u00fcberall den Song von Bobby McFerrin: \u201eDon`t worry, be happy\u201c. Ein kleines Liedchen, das so vor sich hin pl\u00e4tscherte und dem man gerne gefolgt w\u00e4re, wenn &#8211; ja wenn es so einfach w\u00e4re.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Man kann nicht so ohne weiteres sagen: \u201eIch bin jetzt gl\u00fccklich.\u201c<!--more--><\/p>\n<p>Gl\u00fcck ist eine Funktion von verschiedenen Parametern. (Oh Mann, was habe ich da wieder geschrieben, das versteht ja kein Mensch.) Also nochmal: um gl\u00fccklich sein zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen wir ein paar Voraussetzungen beachten.<\/p>\n<p>Zu der Zeit, als McFerrins Song modern war, es war die Zeit des Neuen Marktes, spekulierte ich ein bisschen an der B\u00f6rse. Es war faszinierend, wie man durch ein wenig Nachdenken etwas verdienen (und verlieren ) konnte. Wenn ich bei meiner Bank anrief, ert\u00f6nte, wie passend: \u201eDon`t worry&#8230;\u201c Nach einigen Monaten bemerkte ich zunehmende Ver\u00e4nderungen im Denken. Wenn zum Beispiel gro\u00dfe amerikanische Firmen Angestellte entlie\u00dfen, war mir das nicht unrecht, da sich das positiv auf die Kurse auswirkte. Ich fragte mich: \u201eSag` mal, spinnst du, wo bist du da gelandet?\u201c Also h\u00f6rte ich damit auf und beschr\u00e4nkte mich wieder auf ein Sparbuch. Dabei ist es geblieben.<\/p>\n<p>Wir sind das, womit wir uns besch\u00e4ftigen!<\/p>\n<p>Man muss sich entscheiden. Wenn ich mich mitten ins Gew\u00fchl stelle, dann ist es schwierig, Stille zu erleben. Im Pali Canon, einem Standardtext des Buddhismus, sagt der Buddha: \u201e Erziehe dich rigoros dazu, inneren Frieden zu erlangen.\u201c Also m\u00fcssen wir uns fragen, was uns hindert, Frieden zu erleben. Die Angebote der Au\u00dfenwelt, die zu Unfrieden f\u00fchren, sind verlockend und unz\u00e4hlig. Ich zum Beispiel halte mich \u00fcber lange Phasen von politischer Berichterstattung fern. Ich lese keine Zeitung, h\u00f6re keine Nachrichten und, vor allen Dingen, halte mich von Twitter fern. Schon nach sehr kurzer Zeit merke ich, welch positiven Einfluss das auf mein Gem\u00fct hat. Das innere Geschimpfe h\u00f6rt auf und ich f\u00fchle mich viel entspannter.<\/p>\n<p>Im Grunde habe ich ja keinerlei Einfluss auf irgendetwas drau\u00dfen in der Welt. Sehr wohl aber habe ich Einfluss auf mich und meine n\u00e4here Umwelt. Da Politik alles Handeln umfasst, da ja alles, was wir tun irgendwelche gesellschaftlichen Auswirkungen hat, ist es sinnvoll, hier in meinem Fall, zu \u00fcberlegen, wof\u00fcr ich meine Energie verwende und da bietet sich die eigene Person an. Was hat man schon unter Kontrolle? Die Welt? Andere Menschen? Das ist alles sehr unsicher, aber wenn ich daran gehe, selbst in mir Frieden zu schaffen, dann geht es mir gut und wenn das der Fall ist, dann strahlt das auch auf meine Umwelt aus.<\/p>\n<p>Noch einmal zu Erinnerung, der Buddha sagt: \u201eVerwende deine ganze Energie darauf, inneren Frieden zu erlangen.\u201c<\/p>\n<p>Dieser innere Frieden f\u00fchrt zu bewusstem Handeln und zu mehr Achtsamkeit. Diese ist unabdingbar. Wer nicht achtsam ist, lebt entweder in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Das hei\u00dft, er gr\u00fcbelt \u00fcber alte Probleme oder \u00fcber die, die noch kommen (oder nicht). Die Gegenwart, also das Leben, wird nicht gelebt. Wie soll man da gl\u00fccklich sein?<\/p>\n<p>Achtsamkeit lenkt die Aufmerksamkeit auf die kleinen Dinge. Ich erinnere hier zum Beispiel an die japanische Teezeremonie. Es wird eine an sich kleine Sache zelebriert und dadurch gewinnt sie an Wert. Wer innerlich in Unfrieden lebt, wird nicht die kleinen Gl\u00fccksbringer im t\u00e4glichen Leben wahrnehmen. Er wird die Bl\u00fcte nicht sehen, die sich ihm entgegen neigt. Er wird das Spiel der Wolken nicht sehen, wie sie am Himmel entlang ziehen. Und er wird keine positiven Assoziationen aus diesem Anblick ziehen, n\u00e4mlich, dass sie ein Sinnbild f\u00fcr die Verg\u00e4nglichkeit sind.<\/p>\n<p>Stattdessen wird ein achtloser Mensch nach starken Reizen suchen, die nun einmal nicht pausenlos zur Verf\u00fcgung stehen. Und was ist mit dem Rest der Zeit, wenn nicht High &#8211; Time ist?<\/p>\n<p>Zum Schluss noch ein Zitat von Thich Nhat Hanh: \u201eDas Leiden, das du immer wieder erf\u00e4hrst, mag dir als Hindernis erscheinen, aber warte nicht mit dem Gl\u00fccklichsein, bis das Leiden zu Ende ist.\u201c<\/p>\n<p>Es ist nie zu Ende! Der Speicher der Vergangenheit ist riesig und Neues kommt sowieso immer auf. Wer aber inneren Frieden hat und achtsam lebt, transzendiert das Leiden. Wie die Lotosbl\u00fcte die aus schlammigem Untergrund zur Sch\u00f6nheit an der Oberfl\u00e4che erbl\u00fcht.<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>oznor WayVor ein Paar Jahren h\u00f6rte man \u00fcberall den Song von Bobby McFerrin: \u201eDon`t worry, be happy\u201c. Ein kleines Liedchen, das so vor sich hin pl\u00e4tscherte und dem man gerne gefolgt w\u00e4re, wenn &#8211; ja wenn es so einfach w\u00e4re. Man kann nicht so ohne weiteres sagen: \u201eIch bin jetzt gl\u00fccklich.\u201c<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"slim_seo":{"title":"Gl\u00fcck - Yoga Life Gerhard Pflug","description":"oznor WayVor ein Paar Jahren h\u00f6rte man \u00fcberall den Song von Bobby McFerrin: \u201eDon`t worry, be happy\u201c. 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