Beschränkt!

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Ein zentraler Gedanke des Buddhismus ist die Interdependenz von Allem mit Allem. Nichts existiert ohne das Andere. Wenn wir eine Tasse Tee trinken, ist das nicht unsere Tasse alleine. Die Tasse selbst und der Tee darin haben viele Stationen durchlaufen und viele Schicksale waren berührt, bis das alles bei uns anlangte.

In den 60er Jahren, als die New -Age Bewegung entstand, begann man so auf die Realität zu sehen. In dem Musical „Hair“ sang man: „This is the dawning of the age of aquarius…“ Das Wassermannzeitalter sollte die Harmonie und das Denken in Zusammenhängen auf die Erde bringen. Hier finden wir die Wurzeln der Ökologiebewegung und der Grünen.

Hatte man früher zum Beispiel alle Bäche und Flüsschen begradigt, so begann jetzt langsam eine Renaturierung, weil man erkannt hatte, dass das Wasser ungebremst in die großen Flüsse gelangt und es zu Überschwemmungen kommt. Eigentlich unbegreiflich, wie man so linear denken kann. So was muss man doch sehen!

Man sieht es nicht, bis heute! Es sind immer nur Ansätze von ganzheitlichem Denken, die uns gelingen.

Im Vedanta spricht man von Maya. Es ist die Welt, wie wir sie wahrnehmen. Wir sind so von dem Geschehen fasziniert, dass wir uns darin oft verlieren und dabei vergessen, dass dahinter der Geist steht, der das alles bewirkt. Es ist wie eine Fata Morgana. Ohne die Sonne würde sie nicht auftreten.

Ein Yogi im Samadhi erkennt die Realität. Für ihn existiert die Trennung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nicht, da er jenseits des diskursiven Denkens ist. Er nimmt intuitiv die Potentiale, die in einem Objekt sind, wahr. Wenn wir die Tasse mit dem Tee als Beispiel nehmen, so erkennt er in einem Moment ihre Vergangenheit als Kaolin, ihre Gegenwart als Tasse und ihre Zukunft als Scherben und Staub.

Vor diesem Hintergrund ist all unser Handeln auf sehr begrenzte Erkenntnis aufgebaut. Wir picken uns aus dem Ganzen etwas heraus und glauben, dass wir damit zu einer Lösung kommen.

Im Moment ist das Thema Weltklima auf der Agenda. Vor allem von den Nachkömmlingen der New -Age Bewegung, den Grünen, wird das forciert. Leider hat sich aber das früher Positive an dieser Bewegung in ein Negativdenken verwandelt. Heute wird mit Angst und gesetzlichen Restriktionen gearbeitet. Es ist wie mit allen Gruppierungen, die überzeugt sind, im Besitz der Wahrheit zu sein. Aus dem Eifer wird Fanatismus mit der Tendenz, Andersdenkende wenn nötig mit Druck zu bekehren und zu diskriminieren.

Ich mache kein Hehl daraus, dass ich der ganzen Debatte zum Klimawandel skeptisch gegenüber stehe. Klima ist nicht das Wetter, sondern es ist das beobachtete Gesamtgeschehen innerhalb einer bestimmten Region über einen Zeitraum von mindestens 30 Jahren.

Im Laufe der Erdgeschichte hat es immer Änderungen des Klimas gegeben, da war der Mensch noch nicht einmal vorhanden. Ich sitze mit meinem PC auf dem Grund des Jurameeres, trockenen Fußes!

Im Grunde wäre gegen Maßnahmen zur CO2-Reduzierung nichts einzuwenden, wenn man sich nicht der Mittel der Angstmache und Diskriminierung bedienen würde.

Hier einige Fakten: Das kleine Deutschland ist mit gerade einmal 2% am Welt- CO2- Ausstoß beteiligt, macht sich aber anheischig, die Welt retten zu wollen.

Ich habe neulich einen interessanten Artikel gelesen, der sich mit der Frage beschäftigte, ob der Nationalsozialismus ein „Betriebsunfall“ in der deutschen Geschichte war oder ob es im deutschen Nationalcharakter steckt, die Welt mit radikalen Maßnahmen zu beglücken? Der Autor kam zu dem Ergebnis, dass das Letztere der Fall zu scheinen ist. Seit 2015 Frau Merkel durch eine einsame Entscheidung eine Massenimmigrantenbewegung losgetreten hat, versucht Deutschland, seinen Nachbarn seinen Willen aufzuzwingen, auch auf die Gefahr hin, dass es zu einer Spaltung Europas kommt. Nirgendwo hat die Ökologiebewegung zu so radikalen Handlungen geführt wie in Deutschland. Kürzlich wurde gefordert, dass ab 2030 keine Autos mit Verbrennungsmotor zugelassen werden. Der Autobau ist die Schlüsselindustrie des Landes. Ca. 800 000 Menschen sind dort beschäftigt.

In 11 Jahren soll all das auf Elektro umgestellt werden. Hier haben wir wieder ein Beispiel von Handeln ins Blinde. Hat man sich eigentlich schon einmal Gedanken gemacht, welche Konsequenzen die massenhafte Batterieproduktion hat? Das sind ja keine Taschenlampenbatterien. Es werden riesige Mengen an Lithium und Kobalt benötigt. Das bedeutet, dass die Preise erheblich steigen werden und es wird sich eine neue Form des Kolonialismus entwickeln, da diese Rohstoffe vorwiegend in instabilen Ländern der dritten Welt vorkommen. Wer glaubt, dass das der dortigen Bevölkerung zugute kommen wird, ist ein Träumer. Hinzu kommt der gewaltige Energieaufwand für ihre Produktion.

Elektroautos sind sehr teuer. Eine Familie mit zwei Kindern kann keinen Kleinwagen gebrauchen.

Also wird es wieder eine Zweiklassengesellschaft geben. Die einen können sich das leisten, die anderen nicht. Einige werden zuhause bleiben müssen, vor allem, wenn durchgesetzt wird, dass das Benzin mindestens 2,50 € kostet, um unsanften Zwang auszuüben. In den Städten wird heute schon bis zu 50% des Gehalts für Miete aufgewendet. Mit dem Rest muss der Lebensunterhalt, die Alterssicherung und ein teures Elektroauto bestritten werden. In Zukunft wird der kleine Mann in bunten Reisesendungen des Trallala – Fernsehens die Welt erleben, da er nicht mehr reisen kann, zudem das Flugbenzin ebenfalls erheblich verteuert wird.

Bis 2038 werden ja auch die Atomkraftwerke abgeschaltet, gegen die Kohlekraftwerke ist man auch. Wo der Strom herkommen soll, ist mir schleierhaft. Wahrscheinlich aus den umliegenden Ländern mit ihren Atom – und Kohlekraftwerken. Das ist verlogen!

Also nichts tun? Nein! Aber sich bewusst sein, dass um uns größere Prozesse ablaufen und wir durch die Nadelstiche unseres beschränkten Handelns keinerlei Einfluss darauf haben.

Die Erde ist ein in sich geschlossenes System, dass sich selbst steuert. Im Moment ist die Spezies Mensch dabei, dieses System erheblich zu beeinflussen, in jeder Hinsicht. Um die Homöostase aufrecht zu erhalten, wird das System früher oder später Maßnahmen ergreifen, zum Beispiel durch die Reduzierung der zu dominant gewordenen Art.